Warum du immer ein Auge auf die Ladezeiten deiner Website haben solltest

Internetnutzer sind ungeduldig. Wahnsinnig ungeduldig. Seit Entstehung des Internets verkürzt sich ihre Geduld für die Ladezeiten von Websites stetig. 1999 fanden Nutzer 8 Sekunden Ladezeit noch völlig in Ordnung, 2006 waren es auf einmal nur noch 4 Sekunden. Und die Zahl sinkt weiter, die Internetverbindungen der Nutzer werden schneller, Zeit ist Geld und damit knapp. Google gibt eine Ladezeit von 1,5 Sekunden als annehmbar an. Höchste Eisenbahn sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen, wenn nicht bereits geschehen!

Website speed test

Weißt du überhaupt, wie viel Geld du auf der Straße liegen lässt bzw. wie viele Nutzer dir den Rücken zukehren, weil deine Seite zu langsam ist?

Hierzu ein paar Fakten (Quelle):

  • 57% der Nutzer verlassen eine Seite, wenn sie nach 3(!) Sekunden noch nicht geladen ist
  • Dauert es länger als 6 Sekunden gehen viele Nutzer und kommen nie wieder
  • Mobile Nutzer sind da nicht anders – sie erwarten eine maximale Ladezeit von 3 Sekunden auch auf ihrem Smartphone
  • Wenn nach 5 Sekunden die Seite noch immer nicht geladen ist, verlassen 74% der Smartphonenutzer die Seite
  • 1 Sekunde Verzögerung kann in einer 7% geringeren Conversion Rate resultieren
  • Ein Anstieg in der Ladezeit von amazon um 100ms senkt die Verkäufe um 1% – aufs Jahr gerechnet beudetet das, dass eine 1 Sekunde längere Ladezeit amazon ca. 1,6 Milliarden Dollar kostet (Quelle)

Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Ladezeit zudem ein Rankingfaktor für Google ist – wie bereits erwähnt – 1,5 Sekunden werden von Google als „gut“ empfunden.  Alles, was schneller als 1,5 Sekunden ist, ist schnell, alles darüber, langsam.

Performance Report von GTMetrix

Aber warum ist die Ladezeit so wichtig für den Nutzer? Warum hat er keine Geduld? Der Grund ist die Vielfalt im Internet. Es gibt in der Regel nicht den einen Shop, der genau das verkauft, was man sonst nirgends so oder so ähnlich erwerben kann. Wenn der eine Shop also zu langsam ist, sucht man sich einfach den nächsten, bei dem die Seite schneller lädt. Für den Nutzer ist das Problem gelöst – der Seitenbetreiber der langsamen Website bekommt dafür ein Problem mehr – fehlenden Umsatz.

Diese Infografik zeigt eindrucksvoll, wie sich langsame Ladezeiten auf den Erfolg deiner Website auswirken. Aussagen darüber, wie lange Probanden warten würden, bis sie die Ladezeit als zu lang empfinden bzw. wegklicken, sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Bei solchen Umfragen kreuzen die Probanden in der Regel einfach eine Antwort, die sie für angemessen halten, an. Fraglich ist jedoch dabei immer, ob der Proband wirklich abschätzen kann, wie lang z. B. 6-10 Sekunden tatsächlich sind. Diesen Informationen sollte man dementsprechend nicht blind Glauben schenken, wenn sie durch reine Umfragen mit Ankreuzen entstanden sind und nicht indem ein Proband vor einen Computer gesetzt wurde und gemessen wurde, wie lang er tatsächlich wartet.

Lass’ es nicht drauf ankommen – behalte deine Ladezeiten von Anfang an im Blick. Im Folgenden ein paar Tools, die dir dabei helfen können.

Es gibt verschiedene Tools, die dich dabei unterstützen können.

Google PageSpeed Insights ist ein kostenloses Tool, dass deine Website analysiert und dir sagt, wo noch Optimierungspotenzial besteht, um deine Seite schneller zu machen. Es zeigt dir zudem einen Score an, z.B. 80/100, woran du erkennen kannst, wie schnell deine Seite im Vergleich zum Optimum ist.

Pingdom untersucht deine ganze Seite, hält Antwortzeiten im Auge und meldet es dir sogar, falls deine Seite plötzlich offline sein sollte – und das kostenlos.

GTMetrix untersucht deine Seite und vergibt Gesamtnoten als auch Noten für einzelne Unterpunkte. Bei Klick auf die einzelnen Unterpunkte des Reports öffnet sich noch einmal ein etwas ausführlicherer bzw. spezifischer Report. Der Basic-Account ist kostenlos.

 

Du bist gefragt! Kommentare erwünscht.

  • Hattest du schon Probleme mit Ladezeiten?
  • Überprüfst du regelmäßig die Ladezeiten deiner Seite?

Eddie von CouchTools und das CouchTools Team freuen sich, wenn du deine Erfahrungen mit uns teilst!
Oder hast du sogar bereits einen Blogbeitrag zu diesem Thema verfasst? Teile auch diesen mit uns in den Kommentaren, wir sind immer offen für weitere Ansichten! Wir freuen uns darauf!

Beitrag von: Melanie

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