Mobile Landing Pages – warum sie wichtig sind – Teil1

Immer mehr Menschen surfen mobil im Internet, während sie gerade auf den Zug oder Bus warten, beim Arzt im Wartezimmer sitzen oder auch zu Hause, weil es praktischer ist, als den PC oder Laptop anzuschmeißen. Im Dezember 2012 besaßen insgesamt 31 Millionen Menschen in Deutschland ein Smartphone. 28% dieser Smartphone-Nutzer haben schon einen Einkauf mit Ihrem Smartphone getätigt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass mobile Landing Pages ein immer größeres und vor allem wichtigeres Thema in der Online Marketing Welt werden.Eddie-Big Data Problem-Meeting-Chef

Willkommen im Smartphone-Zeitalter!

Wer denkt, dass mobile Landing Pages überflüssig wären, dass die Desktop Seite ausreicht – der ist noch längst nicht im Smartphone – Zeitalter angekommen. Sonst wüsste er, dass es auf den meisten nicht mobil optimierten Websites ein einziger Krampf ist, dahin zu kommen, wo man will, ohne 300 Zeilen Text lesen zu müssen oder versehentlich einen falschen Link zu klicken (das dicke Finger Problem…). Um auch aus dem mobilen Publikum möglichst viele Conversions zu generieren, ist eine mobile Landing Page Pflicht. Dabei gibt es bestimmte Dinge, die man beachten sollte, um die mobile Landing Page so smartphone-nutzerfreundlich zu machen wie möglich. Wir teilen heute 12 Tipps mit dir, damit du das Beste aus deiner mobilen Landing Page rausholen kannst.

      1. Lange Ladezeiten = No-Go

        Wenn ein Nutzer mit seinem Smartphone surft, will er in der Regel schnell und bequem etwas herausfinden oder erledigen – oftmals während er unterwegs ist. Wenn eine Website besonders lange zum Laden braucht, bricht der Nutzer schnell entnervt ab und sucht sich eine Alternative. Als akzeptable Ladezeit werden in der Regel bis zu 5 Sekunden empfunden. Bei dem Aufruf der Buffalo.de Seite wurde mir nach 10 Sekunden trotz W-LAN noch dieses Bild angezeigt – Conversionkiller! Sorge also besser dafür, dass du alle verzichtbaren Elemente, die die Ladezeiten deiner Seite verlangsamen, entfernst. Facebook-Schnittstellen, große Bilder usw. sollten dementsprechend möglichst vermieden werden.Buffalo Bild2

      2. Flash – Bitte nicht

        iPhone sowie Blackberry können flashbasierte Medien nicht darstellen. Andere Smartphones haben zwar keine Probleme mit der Darstellung, aber die Ladezeiten der Website verlängern sich dadurch erheblich (und damit würden wir wieder zu Punkt 1 zurückkehren…). Vermeide Flash also tunlichst, wenn du deine Besucher nicht sofort wieder verlieren möchtest. Alternativ zu Flash können HTML5, jQuery und JPGs benutzt werden.

      3. So wenig Information wie möglich, so viel wie nötig 

        Um die Seite nicht unnötig aufzublähen und die Navigation für den Smartphone-Nutzer zu erschweren, sollte man sich auf die nötigsten Informationen beschränken. Der Bildschirm eines Smartphones ist vergleichsweise klein. Trotzdem sollte der Smartphone-Nutzer auf einer mobil optimieren Seite keine Probleme haben, den Text ohne Zoomen lesen zu können. Um dies zu ermöglichen, muss man sich auf die wichtigsten Elemente beschränken. So wird die Handhabung der Seite deutlich vereinfacht. Smartphone-Nutzer sind in der Regel nicht auf der Suche nach ausschweifenden Informationen. Sie verfolgen meist ein spezielles Ziel.

      4. Gut lesbare Schrift

        Zusammenhängend mit Tipp 3 sollte man auf mobilen Websites darauf achten, dass die verwendete Schrift gut lesbar ist, wiederum ohne Zoomen. Es sollten zudem Farben verwendet werden, durch die die Lesbarkeit noch verbessert wird, die also Kontrast schaffen.

      5. Formulare möglichst kurz halten

        Formulare, die der Nutzer auf der mobilen Landing Page ausfüllen soll, sollten möglichst kurz gehalten werden. Kein Mensch hat Lust, stundenlang umständlich auf seinem Smartphone eine lange Reihe von Informationen mühsam einzutippen. Ein Nutzer wird das Formular eher ausfüllen, wenn die Anzahl der Felder gering ist. Weitere Informationen kann man im Nachgang durch E-Mails usw. abfragen.

      6. Landscape- & Portrait-View 

        Stelle sicher, dass die mobile Website sich dem Bildschirm des Smartphones anpasst. Insbesondere sollte die Website sich gleichmäßig anpassen, wenn der Nutzer ein Smartphone horizontal hält (Landscape-View).

      7. Seien Sie Finger-freundlich

        Buttons auf deiner mobilen Landing Page sollten so platziert sein, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nutzer, der besagten Button klicken möchte, einen anderen Link trifft, minimiert wird. D.h. im genauen Umfeld des Buttons sollten sich idealerweise keine klickbaren Elemente befinden. Für die meisten Smartphones ist eine Größe von 38×38 bis 44×44 Pixel als Button ideal. Nichts ist ärgerlicher für einen Nutzer, wie wenn er statt dem gewünschten Link aus Versehen einen anderen erwischt, da diese zu nahe beieinander lagen. Der Nutzer muss dann wieder mühsam zurücknavigieren, was Zeit und Nerven kostet. Otto ist ein gutes Beispiel für Fingerfreundlichkeit auf der Startseite:otto bild

      8. Kontaktdaten sind ein wichtiges Vertrauenssignal

        Ein Button, nach dessen Klick man automatisch mit der Hotline des Unternehmens verbunden wird, ist für eine mobile Landing Page wichtig. Die Website mag dem Kunden vielleicht nicht alle Informationen liefern und er möchte nachfragen oder auch telefonisch bestellen. Dies wird erleichtert indem man einen Button einbindet der die Telefonnummer des Unternehmens klickbar macht. Dieser sollte zudem offensichtlich platziert sein und nicht irgendwo versteckt werden.

      9. Call-To-Action Above the Fold! 

        Dank der Größe der Smartphone-Bildschirme muss hier noch mehr darauf geachtet werden, dass sich die Call-To-Action Above the Fold befindet. Falls dies aus diversen Gründen nicht möglich sein sollte, ist es ratsam, einen Teaser o.ä. zu integrieren, der den Nutzer dazu animieren soll, weiter zu scrollen.

      10. Halten Sie den Prozess so kurz wie möglich 

        Der Prozess, den der Nutzer mobil durchlaufen muss, um das zu erhalten, was er möchte (z. B. einen Einkauf, einen Rabattcode o.ä.), sollte möglichst kurz sein. Keine unnötigen Informationen oder Abfragen sollten den Nutzer von der Erfüllung seines Wunsches abhalten. Idealerweise sind die Schritte nummeriert (z. B. 1 von 4) oder es ist anderweitig ersichtlich für den Nutzer, dass der Prozess nur wenige Schritte seinerseits erfordert. So kann die Conversion Rate maßgeblich gesteigert werden.

      11. Intuitiv verständliche Navigation 

        Die Navigation auf der mobilen Website sollte möglichst klar strukturiert und einfach sein. Viele Unterkategorien zu einzelnen Oberkategorien erschweren die Navigation und sollten vermieden werden. Eine Suche sollte integriert werden, damit der Nutzer die Möglichkeit hat, schnell Produkte zu finden. So muss er sich nicht langwierig durchklicken. Offensichtlich platzierte Vor- und Zurück-Buttons sollen dem Nutzer helfen, sich besser zurechtzufinden. Ein gutes Beispiel ist H&M:hm bild

      12. Testen, testen, testen!

        Wie auch bei allen anderen Landing Pages, ist es auch für mobile Landing Pages wichtig, diese zu testen. Ergebnisse, die man für Desktop Landing Pages erhalten hat, sind in der Regel NICHT auf mobile Landing Pages übertragbar. Nutzer haben grundsätzlich differierende Ansprüche an die beiden Versionen. Für das Testen von mobilen Landing Pages sind A|B Tests zu empfehlen. Durch sie kann man einfach feststellen, welche Version einer Landing Page besser performt und die Conversion Rate optimiert.

Du bist gefragt! Kommentare erwünscht.

  • Surfst du viel und gerne mit deinem Smartphone im Internet oder findest du das eher lästig und anstrengend?
  • Welche mobilen Seiten findest du gut oder schlecht?
  • Ärgert es dich auch so, wenn du durch einen QR-Code auf eine Website gelangst, die nicht mobil optimiert wurde?

Teile doch deine Erfahrungen in den Kommentaren mit uns und Eddie!
Oder hast du sogar bereits einen Blogbeitrag zu diesem Thema verfasst? Teile auch diesen mit uns in den Kommentaren, wir sind immer offen für weitere Ansichten! Wir freuen uns darauf, von dir zu hören!

Beitrag von: Melanie

Trackbacks/Pingbacks

  1. Mobile Landing Pages Teil 2- Steigende Relevanz | CouchTools - [...] zunehmende Relevanz von mobilen Landing Pages wurde schon in Teil 1: „Mobile Landing Pages – warum sie wichtig sind“ …

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>