Bist du auch ein Formular-Terrorist?

Jeder kennt sie, diese grauen Ungetüme, die eine Vielzahl von Daten abfragen. Felder über Felder, CAPTCHAS, komische Feldbezeichnungen und am Ende noch eine Fehlermeldung. Die Rede ist von Formularen.
Wusstest du, dass sich die Gestaltung eines Formulars erheblich auf die Conversion-Rate auswirkt? Wir zeigen dir was du beachten musst, damit deine Formulare nicht zum Conversion-Killer werden.
Eddie-Lob vom Chef-Glücklich

1. Reduziere die Anzahl der Felder

Das größte Problem direkt zu Beginn. Die meisten Formulare im Web fragen einfach viel zu viele Daten ab. Je mehr Felder pro Formular vorhanden sind, desto größer ist die Hemmschwelle diese auszufüllen.

Ist es wirklich nötig bei der Anfrage eines Angebots zu einem ONLINE-Dienst via Kontaktformular die Adressdaten zu erheben? Benötigst du wirklich die Telefonnummer des Kunden? Mal ehrlich – wie oft hast du schon jemals bei einem Kunden angerufen? Wenn du die Anzahl der Anrufe an einer Hand abzählen kannst, streich das Feld für die Telefonnummer direkt ;-)

 

Tipp: Überlege dir auch gut, welche Felder du als unbedingt notwendig ansiehst. Manchmal reicht es auch aus, ein paar Felder optional zu lassen.

Übrigens optimal sind zwischen drei bis fünf Felder pro Formular.

 

2. CAPTCHAS oder Dieser verrückt-machende Buchstabensalat

Zuerst was ist überhaupt ein CAPTCHA und wozu dient es bzw. wovon hält es deine Kunden ab?
Ein CAPTCHA ist in der Regel eine kleine Aufgabe die vom Nutzer gelöst werden muss. Sie haben eigentlich die Aufgabe eine Eingabe eines menschlichen Nutzers von automatisch generierten Eingaben durch sog. Bots zu trennen.

Zu Beginn der CAPTCHA waren das noch einfache Plus-Minus-Aufgaben, doch mittlerweile geht der Trend immer weiter zu extrem komplizierten, kaum lesbaren Buchstaben-Zahlen-Symbol-Kombinationen.

Schweres Captcha
Mal ehrlich, könntest du das ohne Probleme auf Anhieb lösen? Ich jedenfalls nicht. Und so geht es vielen potenziellen Kunden im Web. Der Wille ist da ein Formular auszufüllen, die Anfrage ist schon formuliert, selbst die Telefonnummer wurde angegeben ;-) und kurz vor dem letzten Klick kommt diese schwere Aufgabe oder ein erschreckend komplizierter Buchstabensalat. Zack – weg ist der Kunde!

Tu dir und deinen Kunden daher den Gefallen und lass CAPTCHA weg.

P.S. Dieses bzw. ähnliche Captchas zu finden bei: Quantum Random Bit Generator Service

 

Mögliche Alternativen um SPAM-Bots zu filtern wären

  • eine Abfrage der Zeit, wie lange für das Ausfüllen des Formulars benötigt wird
  • ein durch CSS unsichtbares Feld, welches von solchen Bots in der Regel trotzdem ausgefüllt wird.
  • eine per JavaScript generierte Checksumme, die als Formularfeld übergeben wird

 

3. Kommuniziere den Grund & Nutzen

Schau dir dein Formular nochmal genau an. Steht dort ein wirklicher Grund warum du die Daten angeben sollst? Besteht überhaupt ein Grund das Formular auszufüllen? Gibt es einen tatsächlichen Mehrwert?

Bevor der Mensch in der Regel irgendwas tut, möchte er dafür eine Begründung haben. Genau das gleiche gilt nun auch für dein Formular. Überlege dir einen Grund weshalb das Formular ausgefüllt werden soll. Ein möglicher Grund könnte in etwa so lauten: „Wir benötigen deine Daten um dir dein persönliches Angebot zuschicken zu können.“

Wichtig ist aber auch ein echter Mehrwert. Belohne deine Nutzer damit, dass sie nachdem sie das Formular ausgefüllt haben eine Art „Geschenk“ erhalten. Dies kann bei einem Online-Spiel beispielsweise eine besondere Rüstung sein oder allgemein gesagt zum Beispiel ein E-Book, kostenlose Testzugänge, usw.

 

4. Die richtige Beschriftung und Position der Feldbezeichner

Die richtige Beschriftung und auch die Positionen der einzelnen Feldbezeichner entscheiden essentiell darüber ob ein Formular Erfolg hat oder nicht.

  • Achte darauf, dass die verwendeten Begriffe eindeutig sind, damit es nicht zu Missinterpretationen kommen kann.
  • Wenn es optional ist, schreib es in Klammern dahinter.
  • Schreibe die Feldbezeichner über die Felder, dadurch wirkt das Formular schlanker.
  • Achte darauf, dass die Abstände zwischen den Eingabefeldern und den Feldbezeichner nicht zu groß sind.

 

5. Der richtige Umgang mit Fehlermeldungen

Bei einem Formular kann doch nichts schief gehen! Oh doch, eine ganze Menge sogar. Felder werden vergessen auszufüllen oder anstelle der E-Mail-Adresse steht irgendetwas anderes in dem Feld.

Auch beim Ausgeben von Fehlermeldungen solltest du ganz sensibel gegenüber deinen Kunden sein:

  • Hebe Felder bei denen noch etwas fehlt bzw. falsch ist farblich hervor
  • Lass mehrere Varianten zu bei Feldern wo es in der Datenbank kein Problem macht die Daten anders darzustellen
  • Schreibe klar und deutlich was falsch ist. Fehlermeldungen in IT-Sprache verstehen die wenigsten. ;-)
  • Sag deinem Nutzer was er tun muss um den Fehler zu beheben
  • Lass den Nutzer nicht wieder alles von vorne ausfüllen. Was richtig ist und drin steht, sollte auch im Formular drin bleiben.

 

6. Testen ist sehr wichtig!

Das allerwichtigste darf aber nicht vergessen werden. Teste unterschiedliche Varianten deiner Formulare!

So könnte z.B. bei einem Online-Sprachlern-Dienst das Weglassen von 4 bis 5 Testfragen um das Sprachniveau herauszufinden problematisch sein. Der Dienst könnte dadurch an Glaubwürdigkeit verlieren und das Engagement mit der Seite ist nicht so hoch.

Durch A|B-Tests kannst du genau herausfinden welche Variante am stärksten konvertiert. CouchTools bietet dir dafür die Möglichkeit unterschiedliche Versionen deiner Formulare und Landingpages gegeneinander zu testen.

Und denk daran: Ein gut optimiertes Formular hilft nicht nur deinen Nutzern zu einer besseren Erfahrung mit deiner Seite, sondern erhöht auch deine Conversion-Rate.

Du bist gefragt! Kommentare erwünscht.

  • Hast du bereits versucht die Formulare auf deiner Seite zu optimieren? Falls ja, hat sich das bemerkbar gemacht bei der Conversion-Rate?
  • Hast du schonmal wegen eines Formulars den Kauf-/Anmeldeprozess abgebrochen?

 

Teile doch deine Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!
Oder hast du sogar bereits einen Blogbeitrag zu diesem Thema verfasst? Teile auch diesen mit uns in den Kommentaren, wir sind immer offen für weitere Ansichten! Wir freuen uns darauf!

Beitrag von: Florian

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