14 Gründe für Abbrüche im Checkout-Prozess und was Du dagegen tun kannst! – Teil 1

Ärgerst Du dich auch so, wenn ein Besucher seinen Einkauf im Warenkorb abbricht? Verständlich, denn Du hast mit deiner Seite bereits viele Hürden überwunden. Liegt das Produkt erstmal im Warenkorb, so hat deine Seite die nötige Relevanz verschafft, dein Besucher hat sich zurecht gefunden und wurde entsprechend stimuliert. Ebenfalls hat er bereits ein erstes Vertrauen zu Dir aufgebaut. Und plötzlich soll das alles dahin sein? Wir zeigen dir heute in einem ersten Teil 7 mögliche Ursachen und sagen was du konkret dagegen tun kannst!

Mögliche Gründe und Lösungsansätze für Abbrüche im Checkout-Prozess:

 

Warenkorb-Killer #1 – Pflichtanmeldung:

Wenn Du von deinern Besuchern verlangst, dass Sie sich bei dir registrieren müssen, bevor Sie etwas bei dir einkaufen können, führt das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dazu, dass du an dieser Stelle eine hohe Anzahl an Abbrechern hast.
Grundsätzlich solltest Du wo es möglich ist, deine Nutzer zu nichts zwingen. Weiterhin empfinden es die Nutzer als lästig, sich noch weitere Logindaten merken zu müssen.

✔  So geht’s besser:

Baue die Möglichkeit ein bei dir als Gast zu bestellen. Das hat die Vorteile, dass der Kunde nicht das Gefühl hat in eine Zwangsjacke gesteckt und durch den Prozess geprügelt zu werden. Stattdessen vermittelst Du ihm das Gefühl eine freie Entscheidung zu haben. Die meisten der gängigen Shop-Systeme bieten diese Funktion auch von Grund auf an.

Pflichtanmeldung bei Shops

Warenkorb-Killer #2 – Reizüberflutung:

Hier noch ein passendes zusätzliches Produkt, da nochmal auf den Rabattcode aufmerksam gemacht, viele bunte Bildchen, am besten noch Links zu Hersteller-Informationen. Genau so hat der Checkout-Prozess auszusehen! Quatsch, natürlich nicht. Zu viele Informationen sorgen für zu viel Ablenkung an dieser wichtigen Stelle.

✔  So geht’s besser:

Reduziere den Checkout-Prozess wirklich auf das absolute Minimum! Überlege dir welche der dort angezeigten Informationen wirklich notwendig sind. Links, die von der Seite wegführen sollten grundsätzlich vermieden werden. Hersteller-Informationen braucht zum Beispiel an dieser Stelle kein Mensch mehr. Diese wären besser in der Produktbeschreibung aufgehoben.

 

Warenkorb-Killer #3 – Hilfe, die Datenkrake!!:

Informationen über den Nutzer sind das wertvollste Gut. Am besten fragt man, wenn der Nutzer gerade eh schon dabei ist seine Rechnungs- und Lieferanschrift anzugeben, gleich auch noch andere Dinge ab wie Position im Unternehmen, Alter, Telefonnummer, Tätigkeitsfeld, Höhe des Einkommens, etc.
Je mehr persönliche Daten abgefragt werden, desto höher wird die Zahl derjenigen sein die an dieser Stelle abbrechen.

✔  So geht’s besser:

Auch hier gilt bereits wie bei Punkt 2, dass weniger manchmal mehr ist. Frage nur so viele Daten ab, wie auch wirklich für den Bestellvorgang benötigt werden. Wenn der finanzielle Status, das Tätigkeitsfeld und die Telefonnummer zum Beispiel keine Rolle spielen für den Kauf eines einfachen Kugelschreibers in Deinem Shop sollten diese Felder gar nicht erst in Betracht gezogen werden.

 

Warenkorb-Killer #4 – Formular-Terrorismus:

Kaum ein Checkout-Prozess kommt ohne Formulare aus. Dementsprechend hoch liegen hier auch mögliche Fehlerquellen und Abbruchquoten. Missverständliche Feldbezeichner, komische Fehlermeldungen, CAPTCHAs und kein kommunizierter Nutzen. Dies sind alles Dinge, die ausschlaggebend sein können, dass an dieser Stelle dein potenzieller Käufer zum definitiven Nicht-Käufer wird.

✔  So geht’s besser:

Achte darauf, dass du dein Formular nicht zu viele Felder beinhaltet und diese klar beschrieben sind. So kann es keine Missverständnisse geben bezüglich der gewünschten Daten. Vermeide am besten ebenso CAPTCHAs jeglicher Art und ganz wichtig: Kommuniziere deinem Kunden gegenüber einen klaren Nutzen, warum er das Formular ausfüllen soll!
Wenn du dich noch tiefergehend für Web-Formularen interessierst empfehlen wir dir diesen ausführlicheren Artikel über die Optimierung von Web-Formularen

 

Warenkorb-Killer #5 – Vertrauen/Sicherheit:

Das Vertrauen eines Besuchers zu gewinnen ist in der Regel nicht sonderlich einfach. Trotz Gütesiegel und Zertifizierungen kann es sein, dass es am Ende doch zu einem Kaufabbruch kommt, da beim Besucher der Eindruck entsteht, dass mit seinen persönlichen Daten nicht sorgfältig umgegangen wird. Ein einmal verlorengegangenes Vertrauen lässt sich nur sehr schwer wieder zurückgewinnen.

✔  So geht’s besser:

Kommuniziere ganz klar an entscheidenen Stellen, dass das Thema Datenschutz ganz hoch bei dir geschrieben wird. Das gibt dem Besucher ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit. Besonders wichtig ist außerdem, dass spätestens der Checkout-Prozess über eine gesicherte SSL-Verbindung läuft. Weiterhin kann es auch sinnvoll sein die eigene About-Seite zu optimieren.

 

Warenkorb-Killer #6 – Verfügbarkeit:

Eine der ärgerlichsten Erfahrungen für deine Besucher ist es, wenn sie ein Produkt bei dir bestellen möchten, dieses bereits im Warenkorb liegt und plötzlich steht dort „Voraussichtliche Lieferzeit: 1 – 2 Wochen“. In der Regel ist an dieser Stelle die Geschichte gelaufen und dein potenzieller Kunde schaut sich bei einem anderen Anbieter um. Einzige Ausnahme stellt hier dar, dass es sich um ein Produkt handelt, welches es nur bei dir gibt und verhältnismäßig dringend benötigt wird.

✔  So geht’s besser:

Gebe bereits bei der Produktbeschreibung einen klaren Hinweis darauf, dass das Produkt aktuell nicht verfügbar ist und eine längere Lieferzeit hat. So erhöhst du zwar deine Konversionrate nicht, aber du ersparst deinem Besucher ein Gefühl von Verärgerung im Checkout-Prozess.
Ebenfalls darf ein verfügbares Produkt nicht urplötzlich im Warenkorb ohne ersichtlichen Grund nicht mehr verfügbar sein. Der Kunde sieht das Legen in den Warenkorb als eine Art Reservierung an.
Zum besseren Verständnis hierzu noch ein Beispiel aus dem täglichen Leben: Beim wöchentlichen Einkaufsbummel im Supermarkt legst Du ein Produkt aus dem Regal in deinen Einkaufswagen. Du hast es quasi für dich reserviert. An der Kasse stellst Du nun allerdings fest, dass das Produkt urplötzlich nicht mehr vorhanden ist. Zwar wirst Du den Rest trotzdem kaufen, dich aber höchstwahrscheinlich sehr ärgern.

Verfügbarkeit im Checkout-Prozess

Warenkorb-Killer #7 – Versandkosten:

Unverhältnismäßig hohe Versandkosten stellen oftmals den Grund für den Abbruch beim Kauf da. Grundsätzlich wird beim Online-Einkauf natürlich versucht an kostenlosen Versand zu kommen, dass dies nicht immer möglich ist, ist den Nutzern aber auch klar.
Allerdings wird Ihnen auch ziemlich schnell bewusst, wann niedrige Margen mit Versandkosten ausgeglichen werden und in welchem Verhältnis Produktgröße/-gewicht und Versandpreis zueinander liegen. Wer hier übertreibt, verliert schnell auf dem letzten Meter den ein oder anderen Käufer.

✔  So geht’s besser:

Gestalte deine Versandkosten transparent und fair! Der Versand eines Schnellhefters ist zum Beispiel nur schwer mit 3,90€ für ein Paket gerechtfertigt, wenn hier auch ein Maxi-Brief völlig ausreichend ist. So vermittelst Du deinen Besuchern, dass Du dir Gedanken über deine Versandkosten gemacht und keine Goldgrube entdeckt hast.

 

Nächste Woche geht es weiter! Dann teilen wir 7 weitere Gründe für Abbrüche im Checkout-Prozess mit dir. Dabei gehen wir insbesondere auf weniger offensichtliche und bekannte Fehlerquellen ein. Natürlich bekommst du auch nächste Woche direkt wieder praktische Lösungsvorschläge, die auch bereits von uns und unseren Kunden erfolgreich getestet wurden.

Wir decken unter anderem die folgenden Themen ab:

  • Gefahren bei der Wahl der Versanddienstleister
  • Wie man mit Rabattcodes umgehen sollte
  • Wie man unvermeidbare Gebühren trotzdem positiv verwandeln kann

Wir veröffentlichen jede Woche einen neuen Beitrag. Um jeden Beitrag direkt nach Veröffentlichung per E-Mail zu erhalten, trage dich am besten gleich in unseren kostenlosen Newsletter ein.

Bis demnächst.



1 Kommentar

  1. 14 Gründe für Abbrüche im Checkout-Prozess und was Du dagegen tun kannst!
    Danke für die Info’s!
    Es ist nicht immer einfach, sich in einen Kunden zu versetzten der gerade versucht im Shop was zu kaufen!

    Einige der genannten Gründe werden wir für uns prüfen:

    Warenkorb-Killer #1 – Pflichtanmeldung
    Warenkorb-Killer #7 – Versandkosten!

    Nochmals danke, für die Tipps!

    Gruss Elvir und Tom

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