14 Gründe für Abbrüche im Checkout-Prozess und was Du dagegen tun kannst! – Teil 2

Abbrüche im Checkout-Prozess sind verdammt ärgerlich. Letzte Woche haben wir bereits im ersten Teil dieser Artikelreihe 7 mögliche Gründe für Abbrüche und Lösungsvorschläge gezeigt. Im zweiten und letzten Teil dieser Artikelreihe zeigen wir dir 7 weitere Gründe für Abbrüche. Natürlich sind auch hier wieder Lösungsansätze mit dabei. Unter anderem gehen wir auf die Gefahren bei der Wahl der Versanddienstleister ein, zeigen wie man mit Rabattcodes umgehen sollte und wie man unvermeidbare Gebühren trotzdem positiv verwandeln kann.

Warenkorb-Killer #8 – Bezahlverfahren:

Auch ein umständliches Bezahlverfahren führt häufig zu Abbrüchen im Checkout-Prozess. Das beste Beispiel hierfür ist das 3-D Secure Verfahren von VISA und Mastercard. Denn der hier zusätzlich benötigte Code – meistens in Form eines schwer zu merkenden Passworts – stellt eine oft unüberwindbare Barriere für die Besucher dar.

✔  So geht’s besser:

Informiere dich vor der Einbindung eines Bezahlverfahrens ausführlich darüber, wie dieses eigentlich konkret abläuft und welche Vor- und Nachteile es nicht nur für dich, sondern auch für deine Kunden hat. Denn eine zusätzliche Absicherung gegen Kreditkartenmissbrauch und Betrug ist auch hinfällig, wenn dies zu Lasten der Konversion geht.

 

Warenkorb-Killer #9 – Versanddienstleister:

Verschickst Du auch an Packstationen? Bietest Du nur Versand über einen bestimmten Dienstleister an? Falls Du eine dieser Fragen mit Ja beantwortest hast, könnte dies eine mögliche Ursache für den Kaufabbruch deiner Kunden darstellen.

✔  So geht’s besser:

Viele Besucher bestellen am Ende nicht, da sie sich mit den angebotenen Versanddienstleistern nicht anfreunden können. So ist für manche der Versand an Packstationen überaus wichtig, da aus beruflichen Gründen nie jemand zuhause ist, der das Paket annehmen könnte. Für andere stellt ein bestimmter Dienstleister ein Problem dar, da sie in der Vergangenheit bereits negative Erfahrungen gemacht haben.

Stelle viele unterschiedliche Versanddienstleister zur Verfügung. So kann sich dein Kunde den für ihn besten Dienstleister aussuchen. Über mögliche Mehrkosten, die dadurch entstehen können, musst du dir übrigens keine Gedanken machen. Wer sich bewusst für einen bestimmten Dienstleister entscheidet ist auch bereit diese Mehrkosten zu tragen.

Fehlende Versanddienstleister im Checkout-Prozess

Warenkorb-Killer #10 – Zahlungsanbieter/-arten:

Eine beschänkte Auswahl von Zahlungsanbietern und -arten ist ein erhöhtes Risiko für Kaufabbrüche. Denn viele (junge) Kunden besitzen oftmals keine Kreditkarte oder ein PayPal-Konto. Auch Vorkasse ist problematisch, da dies einen hohen Grad an Vertrauen und Sicherheit verlangt. Die Gebühren für die Zahlung via Nachnahme schrecken außerdem auch oft ab.

✔  So geht’s besser:

Beschränke dich nicht nur auf die gängigsten Zahlungsanbieter, sondern versuche auch hier eine Vielfalt bereitzustellen. So kann es zum Beispiel Sinn machen darüber nachzudenken den „Kauf auf Rechnung“ an einen externen Dienstleister auszukoppeln, der ebenfalls das Risiko von Zahlungsausfällen übernimmt. Eine andere Möglichkeit wäre es den „Kauf auf Rechnung“ deinen Stammkunden ab einer gewissen Anzahl von Bestellungen zur Verfügung zu stellen.

Zeige außerdem bei der Auswahl von PayPal, dass es hier auch möglich ist eine sogenannte Gästezahlung durchzuführen. Dabei ist es möglich bis zu 3 Mal oder einem Gesamtbetrag von 1.500€ mittels PayPal zu bezahlen ohne ein Konto erstellen zu müssen.

 

Warenkorb-Killer #11 – Gebühren:

Da wir uns gerade schon mit dem Thema Zahlungsanbieter beschäftigt haben, kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt, den es tunlichst zu vermeiden gilt. Es handelt sich dabei um die Gebühren, die bei der Abwicklung über einen bestimmten Zahlungsanbieter anfallen können. Die Zahl derjenigen, die es einsehen für den Kauf und die Bezahlung eines Produktes zusätzlich noch Gebühren zu bezahlen ist verhältnismäßig gering. Tritt dies an irgendeiner Stelle auf ist der Abbruch garantiert.

✔  So geht’s besser:
Wenn es sich aus irgendwelchen Gründen nicht vermeiden lässt diese Gebühren auf den Kunden abzuwälzen, dann zeige deinen Besuchern auf jeden Fall, dass dies nicht erwünscht ist und komme ihnen entgegen. Du kannst zum Beispiel die entstandenen Gebühren direkt vom Preis abziehen und gewährst so einen kleinen Rabatt. Ein anderer Lösungsansatz wäre es, einen kleinen Gutschein auf die nächste Bestellung mitzuschicken. Dadurch erhöhst du gleichzeitig die Chance einen Wiederkäufer zu gewinnen.

 

Warenkorb-Killer #12 – Rabattcodes:

Rabattcodes sind ein gefährlicher Stolperstein auf dem Weg zur Konversion. Beim Erblicken des Feldes für den Rabattcode brechen einem die Kunden in Scharen weg. Zu groß ist die Gier nach einem Preisnachlass. Es wird gesucht und gefunden. Und wenn nicht bei uns dann vielleicht bei einem Mitbewerber.

✔  So geht’s besser:

Eine einfache Lösung dafür ist es das Feld mit dem Rabattcode nicht zu offensichtlich zu platzieren. Eine kleine Auswirkung kann es bereits haben, wenn das Feld erst nach Klick auf einen Link mit einer beispielhaften Beschriftung von „Rabattcode eingeben“ sichtbar wird. Denn springt es dem Kunden zu sehr ins Auge schreit es förmlich danach mit einem Code befüllt zu werden.

Vergiss übrigens auch nicht deine Stammkunden. Wer bei der Suche nach Rabatt feststellt, dass er als Neukunde besser dran ist als ein Wiederkäufer, der ist ziemlich schnell verstimmt.

Empfehlenswert zu der Neu-/Stammkunden Thematik ist auch dieser Artikel über die Bedeutung des Customer Lifetime Values.

 

Warenkorb-Killer #13 – Ist doch alles klar!:

Auch wenn du dich bereits an alle anderen genannten Punkte gehalten hast, so tritt doch immer wieder der Fall auf, dass bei deinen Besuchern noch weitere Fragen auftreten. Diese sorgen für eine gewisse Unsicherheit, die am Ende dazu führen kann, dass der Kauf nicht abgeschlossen wird.

✔  So geht’s besser:

Gib deinen Besuchern im Checkout-Prozess die Möglichkeit mit dir kurzfristig, schnell und unkompliziert in Kontakt zu treten. Sei es indem du eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse angibst oder einen Live-Chat zur Verfügung stellst. So können noch vorhandene Unklarheiten schnell aus der Welt geschaffen werden und führen zu einem zufriedenen Kunden.

Verständnisprobleme im Checkout-Prozess

Warenkorb-Killer #14 – Technische Probleme:

Ein absoluter Killer der Konversionrate sind technische Probleme an dieser Stelle. Wenn eine wichtige Seite urplötzlich nicht mehr gefunden werden kann, es zu unerklärlichen Fehlermeldungen kommt oder die Seite einfach zu lange braucht um zu laden. Noch problematischer als lange Seitenladezeiten sind hier die Nicht-gefundenen-Seiten. Sie führen in der Regel dazu, dass der Besucher an der Seriösität der Seite zweifelt und es kommt zum Vertrauensverlust.

✔  So geht’s besser:

Kurz und knapp: Testen! In den meisten Fällen gucken sich Shopbetreiber Ihren eigenen Shop nach dem Erstellen nie wieder so genau an. Regelmäßige Testkäufe und Funktionschecks, auch mit Sonderzeichen und ungültigen Werten können hier mögliche Fehlerquellen aufdecken. An besonders kritischen Stellen kann es auch hilfreich sein bei einer bestimmten Fehlermeldung eine E-Mail-Benachrichtigung an den Shopbetreiber auszulösen.

Technische Schwierigkeiten im Checkout-Prozess

Im neuen Jahr geht es weiter! Dann bekommst du von uns in einer neuen Artikelreihe hilfreiche Tipps zur Jahresrückblick Analyse deiner Online-Marketing-Aktivitäten.Unter anderem decken wir diese Themen ab:

  • Worauf muss man bei der Jahresrückblick-Analyse achten?
  • Wie geht man dabei richtig vor?
  • Strategien & Tipps fürs neue Jahr

Wir veröffentlichen auch im neuen Jahr wieder jede Woche einen neuen Beitrag. Um jeden Beitrag direkt nach Veröffentlichung per E-Mail zu erhalten, trage dich am besten gleich in unseren kostenlosen Newsletter ein.

Das gesamte CouchTools-Team wünscht dir besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!



Du bist gefragt! Kommentare erwünscht.

  • Was sind deiner Meinung nach mögliche Gründe für einen späten Kaufabbruch?
  • Wie versuchst du aufgetretene Probleme zu beheben?

Teile doch deine Erfahrungen in den Kommentaren mit uns und unserem Eddie!
Oder hast du sogar bereits einen Blogbeitrag zu diesem Thema verfasst? Teile auch diesen mit uns in den Kommentaren, wir sind immer offen für weitere Ansichten! Wir freuen uns darauf!

Beitrag von: Florian

1 Kommentar

  1. Versanddienstleister ist ein heisses Thema …
    verschiedene Anbieter locken mit günstigen Preisen, leisten aber nur laue Lieferzeiten!
    Daher kommt bei uns nur der Versanddienstleister mit der Packstation in Frage!
    Das gelbe Unternehmen überzeugt in jedem Fall mit seinen Laufzeiten uvm.

    Gruss aus Mannheim

    Kommentar absenden

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>